ob die einzelnen EDS-Typen genauso weitergegeben werden, wie sie der Überträger vorweisen kann.

Beispiel:

Die Mutter oder der Vater ist Träger des EDS-Typs II (klassischer Typ). Nach den bisherigen Erkenntnissen der Wissenschaft würden sie also auch diesen Typ an ihr ungeborenes Kind weitergeben. Soweit verständlich. Aber die Ausnahme bestätigt auch hier wieder die Regel. Es geht bekannterweise eben auch anders. Es sind Fälle bekannt, in denen die Mutter / der Vater als Träger des Typs IV ist und Kind Nr. 1 diesen bekommt, Kind Nr. 2 den Typ I mit Überlappung zu Typ IV, und Kind Nr. 3 bekommt keinen Defekt mit ins Leben (kann aber dennoch der nächste Überträger an seine Nachkommen sein.

Jedoch was passiert, wenn die Mutter Typ II aufweist und der Vater ebenfalls Überträger des defekten Gens ist, aber den Typ IV in sich trägt, welcher nicht "ausgebrochen" ist? Es kommt immer wieder vor, dass beispielsweise der Träger des stärkeren, ausgeprägteren EDS-Typs seinen Nachkommen genau diesen Typ vererbt, jedoch kann sich ebenso ein anderer, völlig neuer Typus entwickeln. Das kann ein EDS-Typ IV mit Überhang zu EDS-Typ III sein oder, siehe Beispiel, noch andere Konstellationen / Kombinationen. Gegebenenfalls ist das Kind gar nicht betroffen, kann dennoch als Träger in Frage kommen. Sie sehen, das ganze Thema ist sehr komplex und bietet Raum für viele, teils unnütze, Spekulationen. Wir können manchmal der Natur ein Schnäppchen schlagen, doch meist ist es andersherum.

Man darf sich nicht darüber KRÄNKEN, das uns ANDERE nicht die WAHRHEIT sagen; denn wir SAGEN sie uns oft SELBST nicht.

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