Unsere-Partner
Hilfsmittelversorgung: Zwölf Jahre Kinderreha-Kompetenz bei rehaKIND e.V.
Neutrales Netzwerk rehaKIND e.V.
Im Frühjahr 2000 gründete sich die Internationale Fördergemeinschaft rehaKIND e.V. mit dem Ziel den Prozess der „Kinderreha-Versorgung“ auf einem qualitativ hochwertigen und dennoch finanzierbaren Niveau zu optimieren. Die Praxis zeigt, dass ein frühzeitig gut mit Hilfsmitteln und Therapien versorgtes Kind auch langfristig ein zufriedener und möglichst selbstständiger Patient bleibt und so „volkswirtschaftliche Einsparungen“ möglich sind. Alle an der Versorgung Beteiligten werden bei rehaKIND e.V. in ein neutrales, partnerschaftliches Netzwerk eingebunden: Bestandteile sind kontinuierlicher Informationsaustausch, regelmäßige Fach-Schulungen mit inzwischen über 800 Teilnehmern, einheitliche Diagnosewerkzeuge und eine gemeinsame Sprache, die ICF. Jede Familie kann die speziell zur Kinderreha geschulten Fachberater aus dem Handel nach Postleitzahlen sortiert unter www.rehaKIND.com in der Fachberaterliste finden.
Gemeinsam mit anderen Verbänden, Kostenträgern und Medizinern wurden Qualitätsstandards für die Hilfsmittelversorgung entwickelt und eingeführt. Diese Qualitätsaspekte müssen in dem sensiblen Bereich der Versorgung von Kindern eine größere Rolle spielen und die Einhaltung der Qualitätskriterien dann auch überprüft werden. Im Dialog mit Entscheidungsträgern wurde die Individualität der Kinderreha festgeschrieben im Essener Appell 2008 – fast 400 Unterzeichner fanden sich sofort.
Das Expertenwissen aller 80 Mitglieder und der Beiräte aus Fachhandel, Medizin, Wissenschaft und von Kostenträgerseite floss in die neuen rehaKIND-Bedarfsermittlungsbögen zur Kinderversorgung ein. Zieldefinitionen nicht nur unter medizinisch-therapeutischen sondern auch unter Teilhabe- und Aktivitätsaspekten (ICF) sind inzwischen unabdingbarer Bestandteil des Versorgungsprozesses, wie es auch im SGB und in neuen Verträgen mit der Techniker-Kasse gefordert wird.
Ein spannendes Pilotprojekt wurde vor drei Jahren von Dr. Theodor Michael (SPZ der Charité Berlin) gemeinsam mit rehaKIND initiiert: Das Schaufenster Berlin in der Charité. Das ist eine von rehaKIND organisierte permanente Kinder-Hilfsmittelausstellung. Therapeuten aus verschiedenen Berliner SPZ und Ärzte können sich dort mit den Patientenfamilien und den zuständigen Sanitätsfachhändlern treffen, und vor Ort Hilfsmittel verschiedener Hersteller „neutral“ und unverbindlich aussuchen, ausprobieren und anpassen. Die Bedarfsermittlungsbögen ermöglichen dabei eine einheitliche Dokumentation. Da der Verein rehaKIND e.V. das Schaufenster als neutrale Plattform betreibt, kommen inzwischen die Mitarbeiter verschiedener Kostenträger zu diesen Auswahl/Anpass-Terminen dazu und können direkt sehen, warum ein Hilfsmittel „das Richtige“ ist. Seit einiger Zeit werden diese Hilfsmittelverordnungen sogar direkt im Schaufenster genehmigt. Das bringt eine enorme Erleichterung und Zeitersparnis für alle Beteiligten. Vor allem: Das Kind kommt baldmöglich zu seinem individuellen Hilfsmittel.
Eine erste Masterarbeit hat den Einsatz der rehaKIND-Bögen und ihre Wirksamkeit beforscht – die Kinderversorgungen liefen transparent, strukturiert und erfolgreich zu größerer Zufriedenheit aller Beteiligten ab. Eine große, bundesweit angelegte Studie zu den Bedarfsermittlungsbögen im Kontext der ICF – in Zusammenarbeit mit der Techniker Kasse – beginnt im Frühjahr 2012.
Weitere Informationen über den Verein rehaKIND e.V. , das Schaufenster Berlin und die Bedarfsermittlungsbögen unter www.rehaKIND.com
Stiftung MyHandicap gGmbH:
Leistungsbereiche und Botschafterorganisation
MyHandicap zeigt neue Perspektiven auf
Persönlicher Kontakt und umfassende Hilfe für Menschen mit Behinderung
Die Stimme des Moderators, der im Radio vor der Vollsperrung nach dem schweren Zusammenstoß gewarnt hatte, ist längst verstummt, die Trümmerteile beseitigt, der Verkehr rollt wieder. Für die junge Frau, die bei dem Unfall schwer verletzt wurde, ist hingegen nichts mehr, wie es war. Tage später wird sie im Krankenhaus realisieren, dass die Ärzte ihr linkes Bein nicht haben retten können.
Solche Schicksalsschläge sind trauriger Alltag. Obwohl die Sicherheitstechnik in den letzten Jahren immer besser geworden ist, bleiben die Folgen eines Unfalls mitunter dramatisch. Für die Betroffenen kann sich in einem einzigen Moment, dem Bruchteil einer Sekunde, das ganze Leben ändern. Plötzlich sind sie einer Situation ausgesetzt, mit der sie niemals gerechnet hätten, einer veränderten Realität, für die keinerlei Vorbereitungen getroffen werden konnten.
Die gemeinnützige Stiftung MyHandicap bietet mit www.myhandicap.de ein Internetportal an, auf dem Informationen, Wissen und Erfahrung zu allen Bereichen des Lebens mit Behinderung und schwerer chronischer Erkrankung gebündelt werden. Für Betroffene und deren Angehörige ist das Online-Angebot eine Möglichkeit der Orientierung, um schnell und kostenfrei die benötigten Unterstützung und kompetente Ansprechpartner zu finden.
Gerade in dieser ersten Phase nach einem Unfall ist es ungeheuer wichtig, Hilfe anzunehmen und mit jemandem zu sprechen, der den Weg in ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben mit Behinderung bereits gegangen ist – der weiß, dass sich aus einer veränderte Situation durchaus neue Möglichkeiten ergeben können. Deshalb hat MyHandicap ein Netzwerk von Botschaftern gegründet, das ständig erweitert wird. Sie alle sind selbst betroffen, kennen die Sorgen und Nöte derer, für die die Situation noch ganz neu und unbegreiflich ist aus persönlichem Erleben. Das macht die MyHandicap-Botschafter zu Ansprechpartnern auf Augenhöhe. Sie sind bestens geschult und sprechen doch nicht aus einer theoretischen Perspektive, denn sie wissen, wie sich ihr Gegenüber fühlt – weil sie selbst einmal so gefühlt haben.
Dagmar Maria Marth beispielsweise ist MyHandicap-Botschafterin in Berlin. Im Alter von 27 Jahren verlor sie einen Arm und ein Bein. „In der Klinik quälten mich zwei Fragen: Ob ich jemals wieder im Wald spazieren gehen könnte und ob mich jemals wieder jemand lieben würde?“, erzählt sie. Drei Jahre später kam ihre Tochter zur Welt, kurz darauf ihr Sohn. Die ehemalige Sportlehrerin absolvierte ein zweites Studium als Sprecherzieherin, Stimm- und Sprachtherapeutin. Heute hat Dagmar Maria Marth sämtliche Selbstzweifel überwunden: „Ich bleibe immer ich. Ob mit oder ohne Behinderung, das spielt überhaupt keine Rolle."
Dank professioneller Unterstützung hat sie gelernt, ihren Körper und ihr neues Leben anzunehmen und auch mit der körperlichen Einschränkung glücklich zu sein. Nun möchte die MyHandicap-Botschafterin anderen Menschen helfen, die diesen Weg noch vor sich haben. Sie betreut Frischbetroffene persönlich, per Telefon und per E-Mail. „Die Leute müssen den Mut haben, anzurufen. Es kostet nichts.“
Neben der Botschafterorganisation, die derzeit in Berlin, Düsseldorf und Münnerstadt aktiv ist, bietet MyHandicap auf seinen Internetplattformen www.myhandicap.de, www.myhandicap.ch und www.myhandicap.comumfassende Informationen rund um das Leben mit Behinderung. Ob es um den Umbau der Wohnung, Möglichkeiten der Freizeitgestaltung, die Planung des Urlaubs oder die Suche nach einem geeigneten Job geht – MyHandicap orientiert sich stark an den Fragestellungen, die Menschen mit Mobilitätseinschränkung und schwerer Erkrankung im Alltag beschäftigen. Die Organisation führt zusammen: Betroffene, Interessierte, Experten, Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Darüber hinaus fördert MyHandicap mit Sitz in Zürich und Ismaning/München in themenspezifischen Foren und einer Community den Austausch behinderter und nicht-behinderter Menschen auf der ganzen Welt.
Philipp Jauch
Über MyHandicap
Die gemeinnützige Stiftung MyHandicap will die Lebenssituation von Menschen verbessern, die durch eine körperliche Einschränkung in ihrem Alltag maßgeblich beeinträchtigt sind. Dies geschieht durch umfassende Information und Beratung zu allen Bereichen des Alltags mit dem Ziel, Betroffenen ein weitgehend selbstständiges Leben zu ermöglichen.
Zu diesem Zweck bietet MyHandicap mit www.myhandicap.de ein Internetportal an, auf dem Informationen, Wissen und Erfahrung zu allen Bereichen des Lebens mit Behinderung und Mobilitätsbeeinträchtigung gebündelt werden. Wunsch und Anspruch von MyHandicap ist es, ein Einstiegsportal für Betroffene und deren Angehörige zu sein, über das sie schnell und gezielt die gesuchten Informationen und Ansprechpartner finden. Die Community und verschiedene Foren auf dem Portal bieten Betroffenen und interessierten Nutzern die Möglichkeit, sich untereinander und mit Fachexperten auszutauschen, um von Erfahrungen anderer zu profitieren und sich gegenseitig zu unterstützten.
Weitere Informationen finden Sie unter www.myhandicap.de



